Selbstfürsorge

Luise Reddemann versteht unter Selbstfürsorge „einen liebevollen, wertschätzenden, achtsamen und mitfühlenden Umgang mit mir selbst und Ernstnehmen der eigenen Bedürfnisse.“ (http://www.luise-reddemann.info/pages/A_07_Reddemann.pdf, S. 82)

Bevor ich meine Bedürfnisse ernstnehmen kann, muss ich sie erst einmal wahrnehmen, was für mich ein großes Problem darstellt. Häufig bemerke ich gar nicht, dass ich ein bestimmtes Bedürfnis habe, dass ich zum Beispiel Entspannung benötige, Durst habe oder Ähnliches.

Wenn es mir gelingt, meine Bedürfnisse wahrzunehmen, fällt es mir oft schwer, ihnen „nachzugeben“, also zum Beispiel zu trinken, wenn ich Durst habe, etwas Warmes anzuziehen, wenn ich friere usw. Theoretisch weiß ich häufig, wie ich für mich selbst sorgen könnte, ich schaffe es jedoch nicht, dies auch in die Praxis umzusetzen. Es erscheint mir „zu groß“. Zu anstrengend. Für mich selbst zu sorgen bedeutet Arbeit. Spaß zu haben und schöne Dinge zu unternehmen, bedeutet Arbeit. Ich weiß nicht, wie man Dinge genießt.
Selbstfürsorge fällt mir einfach unglaublich schwer.

Reddemann schreibt dazu „Psychohygiene und damit Selbstfürsorge bedürfen entweder einer frühen Erfahrung mit ausreichender Fürsorge oder, wenn sie nicht erfahren werden konnte, eines Trauerprozesses mit anschließender Veränderung im Umgang mit sich selbst.“ (ebd., S. 82)

Mein erstes Ziel ist es, durch Achtsamkeitsübungen, Bewegung, Körper- und Aromatherapie zu lernen, meine Bedürfnisse besser wahrzunehmen.

Auch diesen Versuch werde ich hier dokumentieren.

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